Kennst du das? Du stehst vor deinen Kübelpflanzen und fragst dich: Ist die Erde zu trocken oder zu feucht? Soll ich gießen oder lieber nicht? Vor allem mit einem Tröpfchenbewässerungssystem stellt sich diese Frage immer wieder.
Abhilfe verspricht ein Zigbee Bodenfeuchtesensor, der mir endlich objektive Daten liefert statt Rätselraten. Aber taugt das Gerät wirklich in der Praxis? Ich habe den NEO Zigbee Bodenfeuchtesensor zwei Wochen im Alltag getestet – mit Home Assistant und Zigbee2MQTT.
Das Ergebnis siehst du im Video!
Das Problem: Gießen nach Gefühl
Kübelpflanzen und Tröpfchenbewässerung
Ich habe einige Kübelpflanzen auf meinem Balkon und habe mir vor einiger Zeit ein Tröpfchenbewässerungssystem installiert. Klingt smart – aber die Frage bleibt:
- Wie stelle ich die Bewässerung richtig ein?
- Ist die Erde zu trocken oder zu feucht?
- Gieße ich zu viel oder zu wenig?
Genau hier setzt der Bodenfeuchtesensor an: Objektive Messwerte statt Bauchgefühl!
Der NEO Zigbee Bodenfeuchtesensor
Was kann das Gerät?
Der NEO Zigbee Bodenfeuchtesensor (Modell NAS-STH01B2) misst zwei wichtige Werte:
- Bodenfeuchte in Prozent – wie feucht ist die Erde?
- Bodentemperatur – wie warm ist das Erdreich?
Das Gerät funkt per Zigbee und wird mit drei AA-Batterien betrieben. Es ist speziell für den Außeneinsatz konzipiert – für Zimmerpflanzen wäre es schlicht zu groß.
Im Video zeige ich dir das Gerät ausführlich und erkläre, worauf du bei der Installation achten musst!
OEM-Produkte: Warum sehen so viele gleich aus?
Aufgepasst: Wenn du bei Amazon nach Bodenfeuchtesensoren suchst, wirst du feststellen, dass viele Geräte exakt gleich aussehen – nur mit unterschiedlichem Markennamen.
Der Grund: NEO ist ein sogenannter OEM-Hersteller (Original Equipment Manufacturer). Das bedeutet:
- Die Hardware kommt von NEO
- Andere Firmen verkaufen sie unter ihrem Namen
- Technisch sind die Geräte identisch
Der Preis variiert allerdings teilweise deutlich – aktuell zwischen 20 und 30 Euro bei Amazon. Ein anderer Preis bedeutet nicht automatisch bessere oder schlechtere Technik. Oft bezahlst du einfach fürs Branding.
Im Video erkläre ich das Konzept genauer und zeige dir, worauf du beim Kauf achten solltest!
Verarbeitung und Gehäuseaufbau
Wie gut ist die Qualität?
Gerade bei Sensoren, die draußen in feuchter Erde stecken, ist Verarbeitung entscheidend. Ich habe mir das Gerät genau angeschaut:
Der Lieferumfang ist vorbildlich:
- Batteriedeckel mit einer Schraube gesichert
- Restliche Schrauben inklusive Schraubenzieher im Lieferumfang
- Gummistopfen zur Abdichtung gegen Feuchtigkeit
Batterien einlegen und Gehäuse abdichten
Das Batteriefach fasst drei AA-Batterien in einer etwas merkwürdigen Konstruktion. Nach dem Einlegen der Batterien werden die Schrauben festgezogen und die Gummistopfen eingesetzt, um das Gehäuse gegen Feuchtigkeit abzusichern.
Ein wichtiger Punkt: Die Metallbeinchen sollen laut Anleitung komplett im Erdreich sein, damit die Messung korrekt funktioniert.
Im Video siehst du jeden Schritt der Installation live!
Integration in Home Assistant mit Zigbee2MQTT
Zigbee-Pairing: Unspektakulär und schnell
Die Zigbee-Einbindung in Home Assistant über Zigbee2MQTT war in wenigen Sekunden erledigt:
- Länger auf den Taster drücken – Zigbee-Pairing aktivieren
- Sensor wird automatisch erkannt – fertig!
Danach tauchen mehrere Entities auf:
- Bodenfeuchte (in Prozent)
- Temperatur (in 0,5 Grad Schritten)
- Batteriestatus
- Zusätzliche Entities wie Alarme oder Schwellwerte
Die Zusatz-Entities stammen aus der Tuya-App-Welt. In Home Assistant brauche ich sie ehrlich gesagt nicht – hier baue ich mir lieber eigene Automationen über Home Assistant.
Temperatur in 0,5 Grad Schritten
Ein auffälliger Punkt: Die Temperatur wird in 0,5 Grad Schritten gemeldet. Das wirkt zunächst grob, ist aber völlig normal:
- Entweder ist die Sensorauflösung so
- Oder es ist ein bewusst gesetzter Zigbee Reporting-Schwellwert, um Batterie zu sparen
Für die Pflanzenpflege sind 0,5 Grad auf jeden Fall ausreichend!
Im Video zeige ich dir alle Entities im Detail und erkläre, welche wirklich nützlich sind.
Praxistest: Zwei Wochen im Alltag
Wie verhalten sich die Messwerte?
Ich habe den Sensor zwei Wochen lang in Home Assistant protokollieren lassen. Das Ergebnis:
- Die Messwerte erscheinen plausibel
- Bei trockener Erde sinkt der Wert kontinuierlich
- Nach dem Gießen steigt er deutlich an
- Mit kleiner Zeitverzögerung – alles völlig normal
Die Zigbee-Verbindung war tadellos – keine Ausfälle, keine Verbindungsprobleme.
Batteriestatus: Verwertbar?
Manche Zigbee-Geräte fallen beim Batteriestatus negativ auf – sie liefern völlig unbrauchbare Werte. Beim NEO-Sensor kann ich das nach zwei Wochen noch nicht abschließend beurteilen.
Sollte ich Auffälligkeiten feststellen, werde ich sie in der Videobeschreibung, in den Kommentaren oder in einem zusätzlichen Update-Video nachliefern.
Das zeige ich dir alles im Video – schau es dir unbedingt an!
Warum drei AA-Batterien statt Knopfzelle?
Aktive Messung braucht mehr Energie
Du fragst dich vielleicht: Warum drei AA-Batterien, während andere Zigbee-Sensoren mit einer CR2032-Knopfzelle auskommen?
Die Antwort ist einfach:
- Bodenfeuchte wird aktiv gemessen – es fließt Strom durch die Erde zwischen den Metallbeinchen
- Das braucht deutlich mehr Energie als z.B. ein Türkontakt- oder Temperatursensor
- Zigbee selbst ist extrem sparsam – der Energieverbrauch kommt primär vom Messprinzip
Die angegebene Laufzeit von etwa einem Jahr ist eher konservativ gerechnet. Wie lange der Sensor in der Praxis wirklich hält, wird sich zeigen.
Alternative: Variante mit Solarzelle & Akku
Gute Nachricht: Es gibt auch eine Variante mit eingebauter Solarzelle und Akku statt Batterien. Wer sich den Batterietausch sparen möchte, findet diese Version ebenfalls in der Produktliste.
Im Video erkläre ich beide Varianten genau und zeige dir, welche für dich geeignet ist!
Einordnung & Fazit
Keine Hightech-Präzision – aber praxistauglich!
Der NEO Zigbee Bodenfeuchtesensor ist kein Hightech-Messinstrument für wissenschaftliche Genauigkeit. Aber das muss er auch gar nicht sein!
Für wen ist der Sensor geeignet?
✅ Home Assistant Nutzer mit Zigbee2MQTT oder anderen Zigbee-Plattformen
✅ Pflanzenliebhaber, die objektive Daten statt Bauchgefühl wollen
✅ Preisbewusste Anwender – keine 100+ Euro wie bei Profi-Sensoren
Was solltest du nicht erwarten:
❌ Wissenschaftliche Genauigkeit
❌ Wartungsfreie Lösung auf Jahrzehnte
❌ Vergleichbarkeit zwischen verschiedenen Töpfen/Pflanzen
Aber als pragmatische Hilfe im Alltag funktioniert er bei mir gut – und ich möchte ihn nicht mehr missen!
Alle Details, Eindrücke und Live-Demonstrationen findest du im Video – schau es dir unbedingt an!
Deine Meinung ist gefragt!
Schreib mir in die Kommentare:
- Nutzt du bereits Bodenfeuchtesensoren?
- Welche Erfahrungen hast du gemacht?
- Oder gießt du noch nach Gefühl?
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Hardware-Links:
- Zigbee Bodenfeuchtesensor mit Batterie (NAS-STH01B2): [Amazon Link]*
- Zigbee Bodenfeuchtesensor mit Solar & Akku: [Amazon Link]*
(bezahlte Links – als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen)
Bis zum nächsten Video – pass auf dich und dein Smart Home auf!
Dein Joachim